Wo man am besten in Indonesien Yoga macht + Tipps für eine entspanntere Reiseroute

 

Mit seinen über 17.000 Inselgruppen ist Indonesien ein absolut faszinierendes Reiseziel. Und so war ich schon während der Planung immer wieder überwältigt von den vielen Möglichkeiten. Ich hab die Route bestimmt hundertmal geändert, bis ich das getan hab was ich am liebsten mache: Die erste Nacht in Jakarta gebucht, eine grobe Reiseroute zusammen gestellt, aber nichts fest geplant oder gebucht. Es war bisher mein stressigster Backpacking Urlaub, weil ich einfach nichts verpassen wollte. Es ist mir zwar klar, dass man nie alles sehen kann, aber Indonesien bietet wirklich unheimlich viel. Außerdem wollte ich die Reise nutzen, um meine Yogaerfahrung zu erweitern und einen Massagekurs zu machen. Da gibt es natürlich wahnsinnig viele Möglichkeiten und ganz besondere spirituelle Orte

Im Nachhinein würde ich deshalb etwas anders reisen, damit es entspannter wird. Die Tipps findet ihr im Beitrag. Die viele Flüge haben ordentlich mein Gewissen geplagt, habe sie daher wenigstens über Atmosfair kompensiert.

1. Stop: Java

Da die Flüge nach Jakarta billig waren, blieben wir hier 1 Nacht. Der Abend und der nächste Tag in Jakarta hat uns völlig gereicht. Abends ist es auf dem Markt und in der Altstadt ganz nett, tagsüber waren wir auf dem Flohmarkt in der Jalan Surabaya und der Strandpromenade am Ancol Beach. Das aufregendste war dann eigentlich die Fahrt zum Flughafen – da extrem viel Stau war, hat unser Uberfahrer kurzerhand so lange gehupt, bis ihm alle Platz gemacht haben, hat dem Wächter vor den Slums etwas Kleingeld in die Hand gedrückt und ist dann die Abkürzung durch den Slam zum Flughafen geheizt, als ob es um Leben und Tod gehen würde 😉 Wir kamen rechtzeitig, aber unser Flug hatte dann erst erst 2 Stunden Verspätung. Ist auf fast jedem Innerlandsflug so, also lieber nicht zu früh am Flughafen sein 😉

In Indonesien kannst du überall mit der App „Grab“ fahren (in Bali allerdings nicht richtig legal) oder das Bluebird Taxi, die fahren mit Taxameter. Sehr günstig!

Fazit: Einfach direkt nach Yogya weiterfliegen… oder erst eine Auszeit auf dem Geheimtipp, den Thousand Islands machen.

Yogyakarta

Einer meiner Lieblingsorte auf der Reise, ich hab mich hier unglaublich wohl gefühlt. Etwas alternativ, schön bunt, eine Backpacker Stadt, viel Kunst, Kultur und leckeres Essen (ist schließlich wichtig :D).

Absolute Pflicht: Roller mieten (ca. 3 € am Tag), Google Maps Offline Karte runterladen und dann auf eigene Faust die beeindruckenden Tempel erkunden. Für einen Tag empfiehlt sich die Route Borobodur – Hühnerkirche, für den nächsten dann Ratu Boko und Prambanan. Ja, der Hintern wird einem irgendwann auf dem Roller wehtun. Aber man kann jederzeit dorthin wo man möchte und entdeckt auf den Nebenstraßen wunderschöne neue Orte und Reisfelder. Wir haben auf dem Hinweg zum Borobodur die Hauptstraße aus Versehen genommen, geht zwar auch, aber da ist dann ein Mundschutz empfehlenswert…

In Yogyakarta ist auch abends etwas los. Auf jeden Fall ein Erlebnis wert ist der Kraton Platz mit seinen bunt blinkenden Autos und Food Trucks.

Essen- und Übernachtungstipps:

https://greenhosthotel.com/

Warung Soma Yoga – ein kleines veganes Restaurant am Reisfeld mit lokalem Essen

Ratu Boko  Yogyahostel

Borobodur

Prambanan

Weiterreisetipps: Wenn man nachhaltiger möchte, kann man mit dem Zug durch Java weiter. Mögliche Stops: Karimunja Nationalparks (Strand + Unterwasserwelt), die Vulkane Mount Bromo, Mount Ijen

2. Stop: Bali

Ubud

Ich war mir nicht sicher, ob ich mich im touristischen Ubud wohl fühle, aber die Yoga Möglichkeiten musste ich doch ausprobieren. Es war schon sehr voll, hat aber immer noch einen ganz besonderen Vibe und man ist schnell wieder draußen in der Natur und an den Reisfeldern. Überall riecht es nach Räucherstäbchen, an jeder Ecke gibt es einen Tempel, veganes Essen ist selbstverständlich, die kleinen süßen Hippieläden haben selbst mich zum Shoppen verleitet und die Yogakursauswahl ist ein Traum…Der Campuhan Ridge Walk ist auf jeden Fall noch eine schöne kleine Wanderung bis hoch zu den Reisfeldern, wo es dann auch ruhiger ist man mittem im Reisfeld lecker essen kann. Von Ubud aus kann man sämtliche Touren in Bali machen, es gibt eine Million Tempel zu entdecken, man kann die frechen Affen im Monkey Forest besuchen, Reisterassen und Wasserfälle bestaunen und sich abends von traditionellen Tanzshows in einem der Tempel beeindrucken lassen.

Im Radiantly Alive hab ich einen Faszienworkshop und Roll & Release Klasse mit James Mattingley gemacht, sehr empfehlenswert! Es gibt eine riesige Auswahl an modernen Yogakursen, aber auch Teacher Trainings und Workshops.

Im Yogabarn habe ich mich zurück nach Indien versetzt gefühlt, es geht einfach nichts über Yoga Shalas im Dschungel.

Hier sind weitere Yogatipps für Ubud.

Amed

Im Norden von Bali ist es etwas weniger touristisch und schwarze Vulkanstrände haben einfach etwas besonderes und wildes. Auch hier gibt es wieder jede Menge Tempel, Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten (Unterwassertempel!) und man kann mit dem Boot weiter nach Lombok oder zu den Gilis. Außerdem kann man noch den Vulkan Agung besteigen, war bei uns nur leider zu aktiv. Mein Tipp für Yoga hier: http://www.blueearthvillage.com/

Nusa Inseln (Lembongan, Cenigan, Penida)

Als letztes sind wir dann noch zu den Nusa Inseln, unser Hotel hatten wir in Lembongan. Am meisten hat es mir hier auf der winzigen Insel Cenigan gefallen. Auch hier hat sich der Roller wieder gelohnt, man kann wirklich viel in ein paar Tagen abfahren. Das Meer hat einfach unfassbar viele Blautöne, es gibt spektakuläre Natur, man kann surfen, die Klippen sind beeindruckend, es gibt wunderschöne Aussichtspunkte, das ganze Inselleben ist einfach magisch. Die Straßen sind zwar sehr abenteuerlich, aber genau das macht so eine Reise ja aus.

Auch hier gibt es viele Yogastudios, man kann hier auch einfach Retreaturlaub machen:

http://serenityyogalembongan.com/

https://yogablisslembongan.com/

http://www.yoga-dunia.com/

https://www.facebook.com/YogaVillageNusaLembongan/

 

Mein Fazit:

Ich würde Bali im Nachhinein weglassen und daraus eine extra Reise machen. Die Entfernungen sind nicht sehr groß und es gibt auch immer noch Orte, an denen nicht so viele Touris sind, vor allem im Norden. Und dann kann man eben weiter nach Lombok / Gili Inseln. Es ist so schön, weil man nicht nur Strandurlaub machen kann, sondern es noch so viel an Kultur und Natur zu entdecken gibt!

3. Stopp: Flores, Komodoinseln

Hierhin muss man auf jeden Fall fliegen, die mehrtägigen Trips mit dem Boot sind nicht sicher!!

Das war leider unser letztes Ziel. Hätte ich das mal vorher gewusst, dass es mir hier so gefällt. Steht auf jeden Fall fürs nächste Mal auf meiner Liste, denn auch in Flores sollte man eigentlich einen extra Backpackingtrip machen. Hier ist es noch sehr, sehr ursprünglich und die Leute sind einfach sooo lieb. Oh mein Gott, und die Natur ist einfach überwältigend. Einsame Inseln gibt es hier auch noch! Lieber schnell hinreisen, bevor aus diesem Geheimtipp ein nächstes Bali wird, ein großer Hafen wird schon gebaut!

Von Labuan Bajo kann man alle Ausflüge gut buchen.  Bei diesen netten Jungs kann man den besten Kaffee in allen Varianten trinken und dabei noch etwas lernen.

Wir waren natürlich wegen den Komodowaranen hier. Da ich mir nicht sicher war, ob ich seekrank werde, haben wir einen Speedboattrip (ca. 80€) u.a. nach Padar und Komodo gemacht. Am nächsten Tag sind wir dann mit einem großen Holzboot nach Rinca. Mit diesen schönen großen Booten kann man auch mehrtägige Touren machen. Normalerweise ist das Meer wegen den unzähligen Inseln auch ganz ruhig und man muss sich keine Sorgen wegen Seekrankheit machen. Die Crew verwöhnt einen und man kann sich einfach treiben lassen, auf dem Sonnendeck entspannen, die unglaubliche Natur genießen, lauter verlassene Inseln mit unberührten Stränden erkunden, zwischendurch schnorcheln oder tauchen, mit Mantarochen und Schildkröten spielen, … ach es ist einfach zu schön um wahr zu sein hier! Man kann also bedenkenlos die günstigeren mehrtägigen Bootstouren buchen, das reicht 1-2 Tage vorher direkt in Labuan Bajo bei einem Anbieter, mit dem ihr euch im persönlichen Gespräch am wohlsten fühlt.

Letzter Stopp vor dem Abflug: Canggu, Bali

Damit wir vor dem Flug noch schön entspannen konnten, sind wir nach Canggu, ca 1h vom Flughafen entfernt. Roller lohnt sich wieder, da einfach überall Stau ist und man sich mit dem Roller durchquetschen kann. Geht natürlich am geschicktesten mit Backpack.  Hier hatten wir nochmal eine Traumunterkunft, etwas ausserhalb aber dafür weg vom Touritrubel:

Canggu war vor ein paar Jahren noch ein Fischerdörfchen und sich zu einem hippen Surf- und Yogistädtchen entwickelt. Kann man finden, wie man möchte, aber ich denke es leben hier nicht umsonst so viele Reisende gleich für ein paar Monate. Es gibt unglaublich viele großartige Restaurants, für Veganer ist es ein Paradies. Die Surfspots und Strände (Pantai Batu Bolong und Echo Beach) sind wunderschön und lang, sodass es immer ruhigere Spots gibt. Yogastudios gibt es alle paar Meter und genauso viele Hippieshops. Im Desa Seni möchte ich auf jeden Fall mal ein Retreat machen, unfassbar schön!

Wer Party mag, für den gibt es hier auch ein Nachtleben, aber im großen und ganzen lässt es sich auch noch gut entspannen. Canggu ist ein guter zentraler Ausgangspunkt, um viel in Bali mit dem Roller zu erkunden, ich wär noch gern länger in unserem Bali Bungalow geblieben. Zum erkunden gibt es z.B. noch den Tanah Lot Wassertempel, die Jatiluwih Reisterassen, Wasserfälle, die Bukit Halbinsel….

Und da Massagen in ganz Indonesien unfassbar billig sind (max. 10€ für 1 Stunden), gönnt euch das noch vor dem anstrengenden Rückflug.

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